Neue Zeit, neue Ansprüche: Warum das Magazin einen Relaunch brauchte
Das Dilemma war typisch für B2B-Kundenmagazine: Jahrelang hatten die GROHE Architekturlösungen nach dem gleichen Muster funktioniert – schöne Referenzprojekte großer Architekturbüros wurden ausführlich dargestellt, während die eigenen Produkte auf der letzten Seite einen Kurzauftritt bekamen. Der Wiedererkennungswert war hoch, die Innovationskraft begrenzt.
Für ein Unternehmen, das im Sanitärbereich als Technologieführer und Problemlöser wahrgenommen werden will, reichte dieses Format nicht mehr aus. Die zentrale Frage lautete: Wie entwickelt man ein Print-Produkt, das in einer Zeit disruptiver Mediennutzung noch Relevanz besitzt und gleichzeitig GROHE als Partner für Architekt:innen etabliert?
„Wir wollten die Architekturlösungen von einer klassischen Referenz-Broschüre zu einer echten Content-Marke entwickeln, die auf allen Kanälen Mehrwert liefert.“
Vera Hopp, Geschäftsführerin
Die Antwort fanden wir in einem Workshop, bei dem die Teams von GROHE, dem Bauverlag und FORMBA an einem Tisch saßen. Das Ergebnis: ein 360-Grad-Konzept, das Print mit Digital verbindet und Content flexibler und zielgruppengerechter ausspielt.
Content first, Channel second: Das neue Medienkonzept
Der sichtbarste Teil der Veränderung ist natürlich das Magazin selbst. Beim Durchblättern fallen sofort die visuellen Veränderungen auf: großflächige Bilder bieten visuelle Ankerpunkte, gestalterische Feinheiten unterstützen die redaktionelle Tiefe. Vielschichtige Layouts bieten die Grundlage für die journalistischen Formate und der neuen inhaltlichen Struktur.
- Thematischer Schwerpunkt: Jede Ausgabe beleuchtet ein Fokusthema aus verschiedenen Perspektiven – in der ersten Ausgabe das kreislauftgerechte Bauen
- Neue Rubriken: „Dimensionen“, „Junge Talente“ oder „Design und Funktionalität“ ermöglichen multiperspektivische Einblicke jenseits der reinen Referenzschau
- Inhaltliche Tiefe: Interviews, Fakten und Zahlen reichern die Themen an und machen sie zu wertvollen Wissensstücken
- Menschen im Fokus: Nicht nur Gebäude, sondern die Perspektiven der Macher:innen hinter den Projekten bekommen Raum
Und was als Print beginnt, entwickelt sich digital weiter. Anders als früher warten die Inhalte nicht mehr auf die Fertigstellung des gedruckten Magazins. Die Themen und Geschichten werden in kanalspezifische Auszüge zerlegt und so aufbereitet, dass sie auf jedem Medium optimal funktionieren – von einem vertiefenden Fachbeitrag auf grohe-objekt.de bis zum visuellen Highlight auf Instagram oder der zentralen Erkenntnis auf LinkedIn. Diese Digital-First-Strategie schafft kontinuierliche Präsenz bei der Zielgruppe und löst das Magazin aus dem starren Korsett der langen Print-Produktionszeiten.
Von der Referenzschau zum Wissenspartner
In einer Zeit, in der die Baubranche vor enormen Herausforderungen steht – von Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft bis zur Digitalisierung – reicht es nicht, nur schöne fertige Projekte zu zeigen. GROHE will mit dem neuaufgestellten Magazin zum proaktiven Ratgeber und Wissenspartner werden.
Das neue Magazin ist für uns eines der wichtigsten Marketinginstrumente zur Ansprache der gesamten Projektzielgruppe. Inspirierend, nachhaltig und designorientiert.
Kathrin Wedekind , Managerin Marketing, Grohe Deutschland Vertriebs GmbH
Die erste Ausgabe macht diesen Anspruch deutlich: Das Editorial zitiert Richard Buckminster Fuller, einen der größten Vordenker nachhaltigen Bauens, mit den Worten „Tun Sie mehr mit weniger“. Dieses Motto zieht sich als inhaltlicher roter Faden durch das Heft, das exemplarisch aufzeigt, wie sich die Baubranche den Herausforderungen unserer Zeit stellen kann.
Das Ergebnis ist ein Magazin, das sich traut, die Rolle der „schönen Broschüre“ zu verlassen und echten Mehrwert für Architekt:innen zu schaffen. Denn es sind gerade jene Leser:innen, die den Blick über den Tellerrand wagen, sich fundiertes Praxiswissen aneignen und konkrete Lösungsansätze für heutige Herausforderungen wie Nachhaltigkeit oder Cradle-to-Cradle suchen, die mit dem neuen Konzept angesprochen werden.
Hier gehts zum Projekt: https://formba.de/projekte/relaunch-und-crossmediale-umsetzung-fuer-das-b2b-magazin-grohe-architekturloesungen/